Anne Wiegand

Georg Jakob Bests frühe Grafiken sind ein deutliches Indiz dafür, wie sehr ihn ein Besuch in Bern im Jahr 1924 geprägt hat. Erstmals kam der damals 21-Jährige dort mit Arbeiten Max Beckmanns, aber auch Ferdinand Hodlers in Berührung. An deren Schaffen orientierte sich der junge Künstler in seinen zwischen 1924 und 1932 entstandenen Radierungen und Lithografien immer wieder – mal kompositorisch, mal stilistisch – und versammelte im Laufe der Zeit immer mehr Figuren auf dem Format. Seinen größten internationalen Erfolg errang Best 1932: Die Lithografie Badende wurde neben Werken Kandinskys, Klees, Beckmanns und Pechsteins – allesamt bedeutende Wegbereiter der Moderne und Vertreter des deutschen Kunstbetriebs – in Chicago ausgestellt.