Theresa Häusl

Anfang der 1970er-Jahre erarbeitet Georg Jakob Best eine umfangreiche Werkgruppe, von ihm selbst »Strichelbilder« oder später Strukturbilder genannt, als deren integralen Bestandteil er gemalte farbige Schraffuren einsetzt. Er folgt dabei unter anderem der künstlerischen Idee, pflanzlich anmutende Strukturen als übergreifendes Ordnungsprinzip seiner Kompositionen einzusetzen. Mit diesen Bildern knüpft er an zahlreiche frühere Auseinandersetzungen mit Naturmotiven an, verwebt und kondensiert deren gestalterische Ideen jedoch noch, indem er deren grafische Verdichtung zum Kompositionsprinzip erhebt. In anderen Strukturbildern geht er einen entschiedenen Schritt weiter, indem er nicht mehr die Natur als Ausgangspunkt seiner Bildfindungen nimmt, sondern seine Malerei frei mit fantastischen, plastisch applizierten Strukturen in den Dialog treten lässt: Er verfolgt hier die Idee einer selbstreferenziellen Kunst, einer »absoluten Malerei«, wie sie schon Richard Hamann-MacLean bei Best konturierte.